Derivate

Derivate sind Termingeschäfte auf der Grundlage verschiedener Basiswerte (Underlyings). Der Begriff „Derivate“ bezieht sich auf Finanzinstrumente, deren Preis- bzw. Kurs von einem ihnen jeweilig zugrunde liegenden Marktgegenstand als Basiswert abgeleitet wird.

Quelle: Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Derivate, online im Internet:  http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/5421/derivate-v7.html

Ein praktisches Beispiel wird in dem Abschnitt „Was ist eine Option?“ dargestellt. In dem gegebenen Beispiel ist die Kursentwicklung der Option abhängig von einer Aktie. Die Aktie stellt hier den Basiswert bzw. das Underlying dar. Es existieren vielfältige Möglichkeiten bei der Auswahl von Basiswerten. Neben Aktien sind beispielsweise auch Währungen, Zinsen oder Devisen mögliche Basiswerte.

Derivate bieten die Möglichkeit mit einem geringen Kapitaleinsatz an Kurssteigerungen und auch Kursrückgängen des Basiswertes zu partizipieren. Insbesondere der Hebel in derivativen Finanzinstrumenten bietet die Möglichkeit überproportional Gewinne zu generieren. Dem stehen aber auch, je nach Ausgestaltung, hohe Verlustrisiken gegenüber.  Eine weitere Einsatzmöglichkeit liegt in der Absicherung von Währungen, Aktienpositionen oder auch ganzen Depots gegen Kursverluste. Dafür wird eine eine „Versicherungsprämie“ (Optionsprämie) gezahlt.

Das Absichern von Kursrikisken, auch Hedging genannt, gehört zu einem wichtigen Bereich der Termingeschäfte. Das Hedging kann Preis- und Kalkulationsrisiken minimieren, gerade wenn Geschäfte mit Wechselkurs- oder Zinsrisiken verbunden sind.

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