Verkauf Call Option

Der Verkauf einer Call Option verpflichtet den Verkäufer eine bestimmte Menge eines Wertpapieres zu einem vorher festgelegten Preis während der Optionslaufzeit zu verkaufen. Für diese Verpflichtung erhält der Verkäufer eine Optionsprämie von dem Käufer des Calls. Grundsätzlich sind bei dem Verkauf eines Calls (Sell Call) zwei Konstellationen zu unterscheiden:

  1. Der Verkäufer besitzt die Wertpapiere selbst nicht. In diesem Fall wird von naked call writing gesprochen.
  2. Der Verkäufer besitzt die Wertpapiere und kann diese aus seinem eigenen Bestand liefern. In diesem Fall wird von covered call writing gesprochen. Es werden Wertpapierbestände „veroptioniert“

Naked Call Writing

Das Verkaufen einer Call Option, ohne selbst den Basiswert (in unserem Beispiel: Aktien der Musterfirma AG) zu besitzen, ist als sehr gefährlich einzuschätzen, da der maximal mögliche Verlust nicht beschränkt ist. Der Verkäufer muss das Wertpapier an der Börse zum Tageskurs kaufen, wenn der Käufer sein Optionsrecht ausübt. Der Käufer wird aber seine Option nur ausüben, wenn der aktuelle Wertpapierkurs den Basispreis übersteigt, da der Käufer dann durch die Ausübung günstiger das Wertpapier beziehen kann, als direkt über die Börse.

Maximaler Verlust aus diesem Geschäft:
unbegrenzt

Maximaler Gewinn aus diesem Geschäft:
Erhaltene Optionsprämie

Markterwartung bei Verkauf eines ungedeckten (naked) Calls:
fallende Kurse, mind. leicht fallend

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