Put Optionsschein

Put Optionsscheine stellen das Gegenteil der Call Optionsscheine dar. Der Anleger setzt mit dem Kauf eines Put Optionsscheins auf fallende Kurse und erwirbt somit einen Verkaufs-Optionsschein. Der Put verbrieft das Recht einen bestimmten Basiswert, wie z. B. Aktien zu einem vorher festgelegten Kurs verkaufen zu dürfen. Zum einen eignen sich Put Optionsscheine, wenn der Käufer von fallenden Kursen ausgeht. Zum anderen eignen sich Put Optionsscheine auch zur Absicherung eines Depots. Der Wert des Puts steigt, wenn der Kurs des zugrunde liegenden Basiswertes sinkt.

Eine Besonderheit gibt es noch zu beachten, die vor allem Neueinsteiger in die Thematik der Put Optionsscheine häufig Probleme bereitet:

Soll auf steigende Kapitalmarktzinsen spekuliert werden, ist der Put Optionsschein, und nicht wie häufig vermutet der Call Optionsschein, die richtige Wahl.  Warum ist das so? Für die Spekulation auf Zinsentwicklungen (egal ob steigend oder fallend) eignen sich als Grundlage vor allem Bundesanleihen. Diese Anleihen verfügen über eine feste Verzinsung. Steigen nun die Kapitalmarktzinsen, wird die Anleihe weniger interessant für die Anleger, da am Kapitalmarkt aktuell höhere Zinsen zu erzielen sind als über die Verzinsung der Anleihe. Die Folge ist ein sinkender Kurs der Bundesanleihe. Um auf sinkende Kurse zu setzen kommt dann, wie eingangs beschrieben, der Put Optionsschein zum Tragen.