Turbo Optionsschein

Turbo Optionsscheine und Turbozertifikate sind Hebelprodukte aus dem Segment der Derivate, unterscheiden sich jedoch voneinander. Der Besitz von Turbo Optionsscheinen berechtigt zum Bezug von anderen Optionsscheinen, d.h. der Basiswert des Turbo Optionsscheins ist wieder ein Optionsschein. Aufgrund dieser Struktur zeichnet sich der Turbo durch eine große Hebelwirkung aus.

Beispiel Turbo Optionsschein:

Die Konstruktion lässt sich anschaulich mit einer Art „Dreischichten“-Modell erklären. Ganz unten ist beispielsweise eine Aktie des Unternehmens XY zu finden. Auf diese Aktie geben Emittenten Standard-Optionsscheine heraus. Dieser Optionsschein stellt die zweite Schicht dar. Bereits in dieser Stufe entsteht eine Hebelwirkung. Turbo Optionsscheine verbriefen jetzt das Recht, diesen Standard-Optionsschein zu einem bestimmten vorher festgelegten Kurs kaufen oder verkaufen zu dürfen (Calls/Puts). Der Turbo-Optionsschein stellt somit die dritte Schicht dar. An dieser Stelle wird deutlich, dass grundsätzlich in der zweiten Schicht und der dritten Schicht Hebelwirkungen zu verzeichnen sind, wobei der Hebel des Turbos deutlich stärker ist, da der Hebel des Standard-Optionsscheins nochmals überproportional wächst.

Der potenzielle Kunde muss sich darüber im Klaren sein, dass es sich um hochspekulative Finanzinstrumente handelt, die zum Totalverlust führen können.