Was sind Volatilitäten?

Volatilitäten gehören zu den am meisten verwendeten Börsenbegriffen überhaupt. Gerade in unsicheren Zeiten, Zeiten direkt nach einer Wirtschaftskrise oder Zeiten mit unsicheren Wachstumsaussichten, ist die Volatilität von Finanzprodukten dabei immer wieder ein großes Thema.

Was aber ist Volatilität eigentlich genau und durch was wird sie ausgelöst?

Nun, unter dem Begriff Volatilität versteht man generell die Schwankungsbreite von Wertpapieren. Ist die Schwankungsbreite sehr groß, spricht man auch von einer großen Volatilität und umgekehrt. Der Kurs eines Wertpapiers, das als sehr volatil gilt, verändert seinen Wert also binnen kurzer Zeit sehr heftig nach oben oder nach unten. Die Grundvoraussetzungen für die Verwendung der Begrifflichkeit „volatil“ ist dabei, dass sich der Kurs nicht nur in eine Richtung entwickelt, sondern dass es sowohl Auf- wie auch Abschwünge des Kurses gibt.Da an der Börse eine große Menge verschiedener Wertpapiere gehandelt wird, ist die Volatilität natürlich nicht bei jedem Wertpapier gleich groß. Besonders risikoreiche Wertpapiere, wie zum Beispiel Zertifikate haben bereits eine sehr hohe implizite Volatilität. Hierbei handelt es sich um eine Kennzahl für die erwarteten Schwankungen des Wertpapierkurses während seiner Restlaufzeit. Kurzum: Eine hohe implizite Volatilität deutet darauf hin, dass der Kurs voraussichtlich sehr stark schwanken wird und umgekehrt. Entscheidend für die Berechnung sind hierbei die Kursveränderungen des Basiswertes in einem bestimmten Zeitraum.

Da eine hohe Volatilität immer von sehr nervösen Anlegern zeugt, ist natürlich auch das Risiko in solchen Märkten höher als in rein bullishen oder rein bearishen Märkten. Vereinfacht gesagt kann man sagen, dass man sich einfach auf nichts verlassen kann. Die Kurse sind sehr unsicher und werden oft schon durch kleinste Gerüchte in enormer Weise beeinflusst.
Die beste Strategie, um sicher durch solche unsicheren Zeiten zu gelangen ist es, nur Wertpapiere zu kaufen, von dessen Werthaltigkeit man überzeugt ist (zum Beispiel Aktien von Unternehmen, die eine Dividende zahlen) und diese dann für einen sehr langen Zeitraum zu halten.

Eine weitere, sehr gute Methode, von einer hohen Volatilität sogar zu profitieren, ist, den so genannten Cost-Average-Effect zu nutzen. Dieser Effekt besagt, dass man bei regelmäßigem Erwerb eines Wertpapiers bei starken Schwankungen einen Durchschnittkurs bildet, zu dem man nach einer bestimmten Zeit seine Wertpapiere erworben hat. Steigt der Kurs dann über diesen Durchschnittskurs gehört man auch in Krisenzeiten relativ schnell zu denjenigen, die einen Gewinn erzielen konnten.